Ulcus cruris – das „offene Bein“

Wie die umgangssprachliche Bezeichnung bereits verrät handelt es sich bei der Wunde um eine offene, meistens exsudierende Wunde am Unterschenkel der Betroffenen. Der Verlauf zeigt über einen langen Zeitraum keine Verbesserung und endet sehr häufig in einer chronischen Wunde. Zurückzuführen ist die Art der Wunde häufig auf eine Grunderkrankung, wie zum Beispiel der chronisch-venösen Insuffizienz oder peripheren arteriellen Verschlusskrankheit. Die Grunderkrankung Diabetes erschwert dabei die Therapie- und Heilungschancen.
Sehr häufig ist dabei der Auslöser eine kleine Wunde, die aufgrund von Versorgungsproblemen nicht heilt und den Zustand des umliegenden Gewebes weiter verschlechtert. Entzündungen und Belagerungen durch Bakterien sind dabei in der Regel weitere Kennzeichen. Es gibt viele weitere Ursachen.
Mit der TIVITA™ Tissue ist es erstmals bildgebend möglich die Sauerstoffversorgung des umliegenden und des betroffenen Gewebes zu überwachen.
Dazu ein Beispiel für eine gute Wundbehandlung, die erste Aufnahme wurde im Oktober 2016 gemacht, die zweite im März 2017.

Hyperspektrale Aufnahme vom Ulcus crurisim im Oktober 2016

Hyperspektrale Aufnahme vom Ulcus cruris Oktober 2016

Hyperspektrale Aufnahme vom Ulcus cruris im März 2017

Hyperspektrale Aufnahme vom Ulcus cruris im März 2017


Trotz der guten Behandlung gibt es nach einem halben Jahr noch Bereiche, die eine Minderversorgung aufweisen und dringend überwacht werden sollten. Dennoch zeigen die Aufnahmen, dass der Weg, eine chronische Wunde zu heilen, lang und auch mühselig, aber nicht unmöglich ist. Die offenen Bereiche der Wunde haben sich mit der Zeit deutlich verkleinert und die gesamte Versorgung des Unterschenkels hat sich verbessert.