Mit dem TIVITA™ Wound System setzen wir in der Wunddiagnostik neue Standards!

In der Behandlung von Wunden existieren derzeit keine adäquaten Messgeräte, die die Diagnostiker und Kliniker bei der Beurteilung von Wunden und der Dokumentation von Heilungsverläufen unterstützt. Daraus resultieren in der Wundbehandlung häufig unnötig lange Wundheilungszeiten und damit auch vermeidbare hohen Folgekosten – gerade im Bereich der chronischen Wunden.

Spektroskopische Messmethoden im sichtbaren und Nahinfrarot-Bereich (VIS/NIR) sind im Bereich des Patientenmonitorings bereits fest etablierte Methoden. Auch die multispektrale Photometrie zur Hautkrebserkennung befindet sich verbreitet im Einsatz. Durch unsere innovative HSI – Kameratechnologie kann eine Vielzahl weiterer Anwendungsgebiete in der Medizin erschlossen werden.

Einen umfassenden Überblick hierzu bieten die Artikel Medical Hyperspectral Imaging: A Review von Goulan Lu und Baowei Fei sowie Review of near-infrared methods for wound assessment von Michael Sowa et al.

Die Diaspective Vision GmbH verfügt über umfangreiche Erfahrungen und Kenntnisse in den dargestellten Fachgebieten. Hier setzen wir mit unserer TIVITA™ Wound neue Standards.

HyperWound-CAM

TIVITA™ Wound

Mit Hilfe des speziell entwickelten TIVITA™ Wound Systems sind Diagnostiker erstmalig in der Lage, Wunden nicht-invasiv und innerhalb weniger Sekunden qualitativ und quantitativ zu beschreiben.

»Flyer TIVITA™ Wound
Gerade Wunden im Bereich der Beine und Füße, die häufig durch Diabetes verursacht werden, führen bei den Patienten zu starken Schmerzen. Dieses wiederum hindert die Bewegung der Patienten, was für die Sauerstoffversorgung der Wunde und die Heilung nachteilig ist. Somit ist eine kontrollierte Dokumentation der Wundheilung eine wichtige Unterstützung für die Entscheidung über die einzusetzende Therapie.


Unabhängig von ihrer unterschiedlichen Genese zeigen chronische Wunden ein relativ einheitliches pathophysiologisches Bild der gestörten Wundheilung. Faktoren, wie anhaltende Gewebehypoxie, Nekrosen, Infektionen, Mangelversorgung und ein gestörtes Feuchtigkeitsgleichgewicht haben darauf Einfluss. Zur Untersuchung der Gewebehypoxie werden Technologien wie die transkutane Sauerstoffmessung (tcpO2) oder die Gewebeoxymetrie (NIRS) zur Beurteilung eingesetzt. Beide Verfahren können nur neben der Wunde appliziert werden und ermöglichen auch keine Bildinformation. Die HSI-basierte Gewebeoxymetrie jedoch, die mit der TIVITA™ Wound möglich ist, liefert wertvolle Zusatzinformationen, z.B. über die Wasserkonzentration und weitere chemische Veränderungen in der Wunde. Auf der Basis der Erkenntnisse aus den ortsaufgelösten Darstellungen können zu verschiedenen Zeitpunkten der Wundheilung Therapien eingeleitet werden, um den chronischen in einen gesunden Verlauf zu überführen.

Für die Krankenkassen hat die korrekte und zeitnahe Diagnose von chronischen Wunden und deren Dokumentation erhebliche Bedeutung bzgl. folgender Fragestellungen:

  • Untersuchung des Behandlungsverlaufes über Einzelfallanalysen
  • Welche Wunden können ambulant behandelt werden und unter welchen Bedingungen
  • Reduzierung der (stationären) Behandlungsdauer
  • Ansatzpunkte zur Verbesserung der Qualitätssicherung

Die folgenden Beispiele zeigen Beispielaufnahmen von Wunden. Sie wurden mit dem Einverständnis der Patienten mittels unserer TIVITA™ Tissue aufgenommen.

Die Auswertung der spektrometrischen Daten über die Wundfläche resultiert im ersten Ansatz in der Bestimmung der oberflächlichen Durchblutung, d.h. der Oxygenierung des Hämoglobins (StO2), des Volumenanteils Blut (Tissue Hemoglobin Index – THI), der Durchblutungsqualität in tieferen Wundschichten (NIR) und deren Darstellung in einem Falschfarbbild.

Abstand zu Wunde: ca. 50 cm   |   Aufnahmedauer: ca. 4 Sek.  |   Bildgröße: ca. 640 x 480 Pixel

Offene Wunde am Fuß nach Amputation bei einem diabetischen Fußsyndrom mit schlecht versorgten Bereichen innerhalb der Wunde. Die Oxigenierung erscheint gerade im Bereich der Zehen unzureichend.

Offene Wunde am Fuß nach Amputation bei einem diabetischen Fußsyndrom mit schlecht versorgten Bereichen innerhalb der Wunde. Die Oxygenierung erscheint gerade im Bereich der Zehen unzureichend.

Mit unserem System stellen wir eine Möglichkeit zur Verfügung, um die aufgenommenen Daten zu dokumentieren und in einem zeitlichen Verlauf darzustellen. Außerdem ermöglicht es eine Klassifikation von verschiedenen Gewebetypen. Dazu ein Einblick in das Dokumentationstool, welches die Software bietet.

Screenshot der Dokumentationssoftware mit Verlaufsdarstellung

Screenshot der Dokumentationssoftware mit Verlaufsdarstellung

Die derzeitige Wunddiagnostik umfasst die folgenden Maßnahmen, wobei hauptsächlich die Diagnostik per Auge Anwendung findet.

  • Diagnostik per Auge: Subjektiv und erfahrungsbasiert, lediglich oberflächliche Wundinformationen
  • Transkutane Sauerstoffmessung: Hautkontakt, zeitaufwändig und punktuell
  • Laser-Doppler-Kameras: teuer, kompliziert und alltagsunfreundlich
  • Multispektrale Filterkameras: mangelhafte Auswertung und teuer
  • ICG Fluoreszenzimaging: invasiv, kompliziert und wenig Aussagekraft

Die Folgen dieser unzureichenden Diagnostik sind teilweise schwerwiegend:

  • Fehlerhafte Behandlungen
  • Verschlechterung des Wundzustands, kritische Zustände
  • Wichtige Behandlungszeit geht durch „Abwarten“ verloren
  • Steigende Kosten durch erhöhte Liegezeit und Verbrauchsmaterial
  • Behinderung der Etablierung von neuen Behandlungsmethoden

Der Lösungsbeitrag der TIVITA™ Wound sieht dafür folgende Aspekte vor:

  • Objektivierung und Quantifizierung von Wundparametern – objektive Diagnostik & Dokumentation
  • Frühzeitige Erkennung von Wundheilungsstörungen und Infektionen – Verhinderung von Operationen, Effizienzsteigerung der Wundtherapie
  • Evidenzbasierte Auswahl von Behandlungsmethoden – Verminderung der Heilungszeit & Kostensenkung
  • Objektive Dokumentation des Heilungsverlaufs – Therapieauswahl, -überwachung & -bewertung


“The rapid progress in computing, connectivity, and photonics along with the economic scaling of those technological centerpieces, in confluence with the urgent drive toward cost containment within our health care systems, suggests we are poised for a technological revolution that will enable patient empowered wound monitoring outside of the traditional hospital setting. Taken together, NIR-based technologies can play a central role in this revolution, providing tools to assess wounds along the entire healing trajectory from hemostasis and inflammation to wound remodeling and scar formation.”
[Sowa, Michael G., et al. „Review of near-infrared methods for wound assessment.“ Journal of biomedical optics 21.9 (2016): 091304-091304.]

„Rund 2.7 Millionen Menschen leiden in Deutschland an komplexen Wunden, bei etwa 890.000 Patienten nehmen diese einen chronischen Verlauf. Hinter den Zahlen verbergen sich Einzelschicksale mit zum Teil jahrelangen Leidensgeschichten. Denn chronische Wundpatienten sind meist bereits im höheren Lebensalter, multimorbide, überdurchschnittlich pflegebedürftig und werden häufiger stationär behandelt als Vergleichspatienten ohne Wunden […]“
[BVMed -Bundesverband Medizintechnologie – Newsletter 46/16]

Zum Thema hyperspektrale Bildgebungssysteme im Bereich Wunddiagnostik ist bereits diverse Veröffentlichung erschienen: »Publikationen

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