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In the News

27. April 2018

Die Keime leuchten in allen Farben

Das Verbundprojekt Bacteria-CAM läuft ja nun schon eine Weile und beschäftigt unsere Mitarbeiter und unsere Verbundpartner. Wie so häufig müssen erst viele Arbeiten durchgeführt werden, bis erste greifbare Ergebnisse kommen.
So wurden bereits viele Komponenten für den Prototypen entwickelt, sehr viel Software geschrieben und viele Optimierungsschritte an dem Funktionsprototypen durchgeführt. Arbeiten zur Integration in ein Fluoreszenzmikroskop haben auch einiges an Aufwand verursacht und am Ende stellte sich die veraltete Beleuchtungseinheit als Hindernis dar.

Umso erfreulicher sind nun die ersten Ergebnisse an Keimkulturen in Petrischalen!

Im Folgenden ist das Hyperspektralkamerasystem für die Fluoreszenzspektroskopie für die Untersuchungen dargestellt.
HyperWound-CAM

In den folgenden Bildern sind einige Screenschots der Entwicklungsumgebung für die Vorabauswertung dargestellt.
Die erste Analyse zeigt einige deutliche spektrale Signaturen der Bakterienkulturen.

Die führen nach einer Principal Component Analyse (PCA) zu einer direkten Farbbilddarstellung mit der Chemical Colour Imaging (CCI) Technologie.
Eine zweite Kultur mit anderen Bakteriensorten ist in der folgenden Abbildung gezeigt.

Neben der PCA Transformation liefert auch die Clusteranalyse erfreuliche Ergebnisse. Wie auf dem nächsten Screenshot gut erkennbar, ist eine Segmentierung der Bereiche umsetzbar, die auch mit den unterschiedlichen spektralen Signaturen übereinstimmt.

Wir sind gespannt auf die nächsten Wochen, in denen nun systematisch die Bakterien untersucht und die Grundlagen für die Keimbeurteilung in Wunden gelegt werden.

03. April 2018

Diaspective Vision gewinnt im Rahmen des Ideenwettbewerbs Gesundheitswirtschaft Fördermittel der Europäischen Union

Mit dem Gewinn des Ideenwettbewerbs im Sommer 2017 konnte sich die Diaspective Vision weitere öffentliche Fördergelder der Europäischen Union sichern. Der Fördermittelbescheid des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) erreichte uns Ende des Jahres und motiviert uns weiter an den interessanten Themen zu arbeiten.

Das Projekt „Standarddiagnostik bei der Aufnahme von neuen Gästen mit Gefäßkrankheiten in den Kurkliniken und Kurhotels in Mecklenburg-Vorpommern für die Erstellung eines individuellen, optimalen Rahmenprogramms zur gezielten Verbesserung der Gesundheit“, kurz KUR-ART-MV, soll die Versorgung der Patienten mit Wunden nach der Entlassung aus dem Krankenhaus verbessern und der Entstehung von Wunden bei gefährdeten Patienten vorbeugen. Außerdem ist ein Ziel die Attraktivität von Mecklenburg-Vorpommern als Gesundheitsland zu steigern.

Wir freuen uns auf die spannenden Aufgaben und informieren Sie über aktuelle Entwicklungsergebnisse auf unserer Homepage.

07. März 2018

TIVITA® auf dem 3. Platz bei den JWC Awards in London

Das Journal of Wound Care veranstaltet in jedem Jahr eine imposante Preisverleihung in der „Banking Hall“ London und vergibt in über 10 Kategorien Preise für herausragende Leistungen und besondere Errungenschaften in der Wundversorgung.

An einem spannenden Abend inmitten des Londoner Bankenviertels gewannen wir für unsere Kamera TIVITA® den 3. Platz in der Kategorie „Most Innovative Product“. „Es war ein ganz besonderer Abend und ein tolles Erlebnis als Start-up in diesem Kreise geehrt zu werden.“ sagt Philip Wahl von der Diaspective Vision. Er und unser Kooperationspartner Dominiek Viaene aus Belgien nahmen stellvertretend an dem Abend teil und konnten neue Kontakte knüpfen.

Ein großes Dankeschön an die Veranstalter und Sponsoren des Abends und Gratulation an alle anderen Nominierten und Gewinner des Abends.

Wir freuen uns sehr über den dritten Platz und arbeiten weiter, um in den nächsten Jahren auf dem 1. Platz zu landen!

© JWC Awards 2018
Kooperationspartner Dominiek Viaene und Mitarbeiter Philip Wahl nach der Preisverleihung in der „Banking Hall“ London

>> Urkunde JWC Awards

31. Januar 2018

Nominierung für JWC Awards

Die TIVITA® wird bei den Journal of wound care Awards in der Kategorie „Most Innovative Product Award“ für den engsten Kreis der Gewinner nominiert, worüber wir uns riesig freuen!
Am 02.03.2018 findet die endgültige Bekanntgabe des Siegers in der „Banking Hall“ in London statt.

Die Nominierung zeigt wieder einmal die Bedeutung der Arbeit an Produkten, die die Wundversorgung verbessern und ist eine weitere Bestätigung für die ausgezeichnete Arbeit, die von den Mitarbeitern der Diaspective Vision und deren Kooperationspartner geleistet wird.

24. Januar 2018

Fortschritte bei Beleuchtungen für HSI Kameras

Der Einsatz von Hyperspektralkameras für verschiedene Anwendungen im Bereich Medizin und Life-Sciences erfordert eine geeignete Beleuchtungsquelle. Der ausgewertete Spektralbereich bestimmt dabei die Anforderungen, die an die Beleuchtungen zu stellen sind. Die Stabilität der Beleuchtung über die Zeit und die Verteilung der Intensität im interessierenden Spektralbereich sind entscheidend für die chemometrische Auswertung der 3D-Datenwürfel mit gleichbleibenden Algorithmen.
Da für die Absorptionsspektroskopie eine breitbandige stabile Beleuchtung gebraucht wird, werden häufig Beleuchtungseinheiten eingesetzt, die auf Basis von thermischen Halogenlampen beruhen. Diese Beleuchtungseinheiten haben sich fest etabliert und besitzen eine Reihe positiver Eigenschaften für die meisten Anwendungen. Neben den positiven Eigenschaften haben Halogenlampen aber auch häufig Restriktionen, die den Einsatz von HSI Systemen in bestimmten Applikationen verhindern.

Daher beschäftigt sich Diaspective Vision seit längerer Zeit mit alternativen Beleuchtungsmöglichkeiten für die HSI Systeme. Hier konnten in den vergangenen Monaten deutliche Fortschritte gemacht werden.
Zum einen konnten erste Voruntersuchungen mit Lichtquellen basierend auf Xenonstrahlern durchgeführt werden. Xenonlampen werden für den Einsatz bei HSI Anwendungen als kritisch gesehen, da das Emissionsspektrum der Lampen eine Kombination von kontinuierlicher Strahlung mit Linien-Emission ist, die für eine Hyperspektralanwendung nachteilig ist.
In der folgenden Abbildung ist eine Test-Okklusionsstudie dargestellt, bei der eine Xenonlichtquelle als Beleuchtungseinheit eingesetzt wurde.

Okklusionssequenz aufgenommen mit einer TIVITA® Tissue Kamera kombiniert mit einer 300 W Xenonlichtquelle
Okklusionssequenz aufgenommen mit einer TIVITA® Tissue Kamera kombiniert mit einer 300 W Xenonlichtquelle

Es zeigt sich, dass mit leichten softwareseitigen Adaptionen die Lichtquellen als Beleuchtungseinheiten für die TIVITA® Kameras geeignet sind.
Als weitere Möglichkeit ist natürlich eine LED-basierte Beleuchtung hochinteressant. Die Weißlicht-LEDs sind mittlerweile sehr günstig für den Privatgebrauch erhältlich und werden immer populärer, da sie durch die Beschränkung auf das sichtbare Licht deutlich geringere Wärmestrahlung entwickeln als Halogen-Lampen.
Doch was des einen Vorteil ist, ist des anderen Nachteil: Als Beleuchtung für HSI Systeme im VIS-NIR-Bereich eignen sich diese LEDs nicht, da kein Nahinfrarotes Licht emittiert wird.
Ansätze mit der Kombination von vielen einfarbigen (Monochromen) LEDs sind in der Vergangenheit gescheitert, da die spektrale Emission der LEDs von der Temperatur abhängt und somit die Beleuchtungseinheiten bei Temperatur- und Leistungsschwankungen instabil sind.

Die Diaspective Vision verfolgt aus diesen Gründen seit längerem den Ansatz von Breitband-LEDs basierend auf breitbandig emittierenden Leuchtstoffen. Mittlerweile konnte die Technologie so weit entwickelt werden, dass Kameraaufnahmen mit LED basierten Beleuchtungseinheiten im Spektralbereich von 500 bis 900 nm mit der TIVITA® Tissue möglich sind. Im Folgenden ist eine der ersten Aufnahmeserien einer Okklussionsstudie mit einem selbst entwickelten Prototyp einer solchen breitbandigen LED Beleuchtungseinheit dargestellt.

Okklusionssequenz aufgenommen mit einer TIVITA® Tissue Kamera kombiniert mit einer breitbandigen LED-Lichtquelle
Okklusionssequenz aufgenommen mit einer TIVITA® Tissue Kamera kombiniert mit einer breitbandigen LED-Lichtquelle

In der folgenden Abbildung ist das zugehörige spektrale Analysebild einer okkludierten Aufnahme dargestellt.

Spektrale Analyse einer Okklusionsaufnahme mit einer TIVITA® Tissue Kamera kombiniert mit einer breitbandigen LED Lichtquelle. Die aufgenommenen Spektren zeigen sehr deutlich die erwarteten und bekannten Eigenschaften von oxygeniertem (Gelb und Blau) und deoxygeniertem Hämoglobin (Rot und Grün)
Spektrale Analyse einer Okklusionsaufnahme mit einer TIVITA® Tissue Kamera kombiniert mit einer breitbandigen LED Lichtquelle. Die aufgenommenen Spektren zeigen sehr deutlich die erwarteten und bekannten Eigenschaften von oxygeniertem (Gelb und Blau) und deoxygeniertem Hämoglobin (Rot und Grün)

Die Entwicklungen sind noch nicht abgeschlossen und es sind weitere Optimierungsschritte geplant; mit diesen Aufnahmen ist der Weg für den Einsatz LED-basierter Lichtquellen in Kombination mit HSI Systemen für Anwendungen im Bereich Medizin und Life-Sciences aber absehbar.
Die Beleuchtungsquellen werden für die Perfusionsbeurteilung in der Praxis große Vorteile aufweisen.
Durch die schnellen Schaltzeiten der LEDs können Fremdlichtkorrekturen in den Messungen durchgeführt werden und die Aufnahmen werden unabhängiger von Fremdlichteinflüssen.
Weiterhin wird der Wärmeeintrag auf das betrachtete Gewebe oder Objekt noch einmal deutlich reduziert, was in vielen Anwendungen vorteilhaft ist. Im Bereich der TIVITA® Tissue wird so zum Beispiel bei der Aufnahme von Bildsequenzen keine Perfusionsänderungen durch die Erwärmung der Haut auftreten.

Haben Sie Fragen zu Breitbandigen LED-Beleuchtungen für Ihre spektrale Anwendung? Sprechen Sie uns an! Wir helfen Ihnen gerne mit unseren Produkten und unserem umfassenden Know-How weiter.

25. Oktober 2017

Diaspective Vision weiter durch Mittel der Europäischen Union gefördert

Für ein innovatives Forschungsprojekt haben wir den Fördermittelbescheid des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) bekommen. Dank dieser Kofinanzierung kann die Zusammenarbeit von Kooperationspartnern aus Wissenschaft und Wirtschaft weiter ausgebaut werden.

In dem Forschungsprojekt, mit dem Titel „Bacteria-CAM“, geht es um die Entwicklung eines neuartigen Kamerasystems, mit der es den Anwendern möglich sein soll Keime in Wunden zu erkennen und zu quantifizieren. Vor allem bei chronischen Wunden spielt die Reduktion der Keimbelastung eine wesentliche Rolle. Ziel ist es, die Wundversorgung durch neue diagnostische Maßnahmen weiter zu optimieren.

Wir freuen uns auf die spannenden Aufgaben und informieren Sie über aktuelle Entwicklungsergebnisse auf unserer Homepage.

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