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Coming soon: TIVITA® Endoscopy – Offers new Insights!

Die endoskopische Hyperspektral-Bildgebung ist ein weltweites Novum in der Medizin!

Mit der TIVITA® Endoscopy wird es nun endlich möglich sein, die hyperspektrale Bildgebung auch für minimal-invasive Eingriffe zu nutzen.
Neben einem kontinuierlichen Live-Farbbild stellt die Kamera verschiedene Perfusionsparameter von menschlichem Gewebe dar. Dem Anwender werden so zusätzliche diagnoseunterstützende Informationen zur Verfügung gestellt, welche mit dem menschlichen Auge nicht sichtbar sind. Durch die Erweiterung des Sichtfeldes des Chirurgen und die Unterstützung bei der Erkennung von anatomischen Risikostrukturen und pathologischen Veränderungen kann bei komplexen Operationen das klinische Outcome für die Patienten potentiell verbessert werden.
Die Grundlage für die Entwicklung der TIVITA® Endoscopy bildet die TIVITA® Tissue, welche die Technologie der hyperspektralen Bildgebung u. a. bereits für offen-chirurgische Anwendungen etabliert hat und erfolgreich intraoperativ, z. B. zur Beurteilung von Anastomosen und zur präzisen Festlegung von Resektionspositionen, eingesetzt wird.

Die TIVITA® Endoscopy kann in allen Fachrichtungen angewendet werden, in denen die minimal-invasive Chirurgie zum Einsatz kommt, zum Beispiel in der:

  • Viszeralchirurgie
  • Herzchirurgie
  • Thoraxchirurgie
  • Chirurgische Onkologie
  • Transplantationsmedizin
  • Gastroenterologie
  • Gynäkologie
  • Urologie

 

Die Vorteile:

  • Darstellung von Durchblutungs- und Substanzparametern zur Erkennung von anatomischen Risikostrukturen
  • Kontaktlose Bildgebung
  • Nicht-invasiv, da keine Farbstoffe notwendig sind
  • Ungefährlich, da keine ionisierende Strahlung
  • Einfache Bedienung durch intuitive Software
  • Keine Vorbereitungszeit notwendig – minimaler Einfluss auf den Workflow
  • Schnelle, quantifizierbare Messungen
  • Repetitive Messungen
  • Objektiv durch stabile Algorithmen
  • Kosteneffektiv

 

Die TIVITA® Endoscopy wird als Gesamtsystem angeboten, bestehend aus den Kernkomponenten: HSI/RGB-Kamera, Breitband-LED Beleuchtungsquelle, Computer inklusive Software, zwei Full-HD Monitore, medizinischer Fahrwagen und Endoskop.

Dank verschiedener Kamerasensoren ist es möglich, dauerhaft ein Farbvideo zu sehen und gleichzeitig beliebig viele HSI-Aufnahmen zu machen, welche auf dem zweiten Monitor dargestellt werden. Mit nur einer hyperspektralen Aufnahme durch die TIVITA® Endoscopy werden Ihnen verschiedene Durchblutungs- und Substanzparameter dargestellt. Dazu gehören:

  • Gewebe-Sauerstoffsättigung (StO2 [%])
  • Organ-Hämoglobin-Index (OHI)
  • NIR-Perfusion-Index (NIR)
  • Tissue-Water-Index (TWI)
  • Tissue-Lipid-Index (TLI)

In verschiedenen Studien wurde und wird aktuell die hyperspektrale Bildgebung mit der ICG-Fluoreszenz-Bildgebungstechnik zur intraoperativen Perfusionskontrolle verglichen.

Die HSI bietet gegenüber der ICG-Bildgebung entscheidende Vorteile.

Im Vergleich zur HSI gehen Fluoreszenz-basierte Technologien mit einigen Risiken für die Patienten einher, da im Gegensatz zur nicht-invasiven HSI die Injektion eines Fluoreszenzfarbstoffes notwendig ist. So sind phototoxische Effekte und Überempfindlichkeitsreaktionen beschrieben. Nachteilig ist ebenso, dass entzündliche Veränderungen, Abszesse und nekrotische Areale in falsch positiven Fluoreszenzen resultieren. Zudem ist die Qualität des Signals stark von der Gewebeart abhängig und kann zusätzlich negativ durch den Effekt des „Photo-bleaching“ beeinflusst werden.

Außerdem ist die Verwendung des TIVITA® Endoscopy Systems kostengünstiger, da allein der Materialeinsatz von 25 mg ICG ca. 80 € kostet [BAIOCCHI et al. 2018] – diese laufenden Kosten entfallen für HSI komplett. Diese Einsparung entspricht einem Wert von 80.000 – 240.000 € in fünf Jahren, wenn ein bis drei Einsätze pro Tag bei 200 Arbeitstagen im Jahr angenommen werden. Weitere Vorteile der HSI sind die kurze Vorbereitungs- und Messzeit, Reproduzierbarkeit, Quantifizierbarkeit und Wiederholbarkeit der Aufnahmen, unabhängig von der Verteilung eines Farbstoffes im Organismus.

Hier geht es zu den Publikationen.

[BAIOCCHI, Gian Luca; DIANA, Michele; BONI, Luigi. Indocyanine green-based fluorescence imaging in visceral and hepatobiliary and pancreatic surgery: State of the art and future directions. World journal of gastroenterology, 2018, 24. Jg., Nr. 27, S. 2921]